Wie EDS, E.ON und Elster Millionen im Einkauf sparen

Essen leuchtete: Am 01.03.2007 stellten EDS und Bissantz & Company gemeinsam ihre softwaregestützte Lösung für das Beschaffungscontrolling vor.

Für besondere Spannung sorgten die Erfahrungsberichte von E.ON und Elster Group. David Stegemann zeigte den Teilnehmern das weltweite Spend Management bei der E.ON. Lokale Beschaffungsdaten werden in 8 Sprachen aus 33 physischen Systemen mit 119 Buchungskreisen verarbeitet. Ein wichtiges Element dabei: die "VerDUNSung" (Stegemann). Tausende Lieferanten werden automatisiert auf ein einheitliches Nummernschema "normalisiert".

Für die Elster Group verdeutlichte Jens Wels, wie man Transparenz in Einkaufsvolumina, Preise und Zahlungsziele bekommt. Der Einkaufsbereich zeigte sich dabei als ergiebiges Feld für eine faktenbasierte Steuerung. Das Lob, das die gezeigte Software dabei bekam, macht uns beinahe ein wenig verlegen: "Ohne ein integriertes Beschaffungscontrolling auf Basis von DeltaMaster wäre unser weltweiter Einkauf gar nicht steuerbar" (Wels).

Den fachlichen Hintergrund der Anwendungen beleuchtete Dr. Jörg Dittrich von der EDS. Es wurde viel und auch kontrovers diskutiert. Manche Vorstellung musste korrigiert werden. Etwa die vom Stromriesen, der nur ein wenig an den Preisen drehen müsse, um seine Margen in den Griff zu bekommen.

Besonders innovativ: der Einsatz der Flussrechnung für Beschaffungsfragen. Einige der Teilnehmer, die schon auf dem Flussrechnungstag in Nürnberg dabei waren, schlüpften kurzerhand in die Referentenrolle und erklärten ihren Kollegen die Vorteile dieses raffinierten Verfahrens der Abweichungsanalyse. Auch bei der Demonstration von Trompetenkurve und Portfolioanalyse ging ein Raunen durchs Publikum. Was letztlich einfache, aber nicht immer gut bekannte betriebswirtschaftliche Analysemethoden in der Beschaffung leisten können, war für viele eine Überraschung.

Mancher atmete auch auf. Nicht jedermanns Beschaffung ist komplex und verdient eine feingliedrige Steuerung. So wurde auch diskutiert, welchen Nutzen die gezeigten Verfahren für andere Aufgaben bieten.

Erfreulich für diejenigen, die sich zwar als Mittelstand sehen, deren Beschaffung aber ebenfalls hohe Einsparpotenziale bietet: In Projekten mit Großkunden entstanden standardisierte Modelle und Vorlagen, z. B. zur so genannten Spend-Flussrechnung, die inzwischen auch ohne hohen Beratungsaufwand produktiv werden.

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, wie automatisiertes Beschaffungscontrolling dabei hilft, Ihre Margen zu verbessern.

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Ein Gespräch mit Dr. Jörg Dittrich, Geschäftsbereichsleiter Einkaufs­lösungen bei EDS
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