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„Man muss immer Zähler und Nenner rechnen.“

„Man muss immer Zähler und Nenner rechnen“, das sagte Christian Drosten früh in der Krise.  Was passiert mit unserer Wahrnehmung, wenn man es nicht tut? Welche Tücken stecken in isolierten Werten, welche in absoluten, welche in Kumulationen?

Wir sehen uns das an einer Darstellung mit Sparklines für Corona in Italien von 1. März bis 3. April an. Der jeweilige Wert steht für die letzte Säule.

Fall A: Werte, die man von Tag zu Tag aufaddiert, können nur steigen. Aus kleinen Anfängen steilen sie sich unweigerlich auf. Nur mit sehr viel Erfahrung sieht man der Kurve an, dass die Zuwächse nicht jeden Tag größer werden.

Fall B: Zähler und Nenner zu zeigen, reicht nicht, weil man visuell keine Brüche rechnen kann. Wieder sieht man nur zwei Kurven, die unweigerlich steigen. Nur mit nochmals mehr Erfahrung sieht man, dass die Tests stärker zunehmen als die Fälle.

Fall C: Wer hat das in B geahnt? Die Kurve der Rate von Fällen/Tests steigt, stagniert, dann fällt sie.

Fall D: Nicht kumulierte Werte zeigen die Daten, wie sie sind. Mit Ausreißern und Fehlern, aber ohne Wertung. Die Werte haben wir auch für die anderen Länder gesammelt. Hilfe in der Deutung herzlich willkommen, dann schicke ich die Gesamtdarstellung zu.