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Zeitreihen sind Giftschlangen I

Wie steil oder flach verläuft eine auf Papier gekritzelte Linie in einem Rechteck und was bedeutet das für Gesundheit, Freiheit, Wohlstand und Frieden in der Welt? Das ist die Frage derzeit und wir drohen daran zu scheitern. Daten sind scheu und grausam. Zeitreihen sind Giftschlangen. Warum?

Bilder haben bekanntlich große Wirkung. Diagramme für gewöhnlich nicht. Ein Bild sagt auf einen Blick, was gemeint ist. Ein Diagramm will gelesen werden. Unnötige Legenden machen das meist zur Quälerei. Man blättert weiter. Anders wird das, wenn der Kontext vorab bekannt ist. Dann können uns sogar Diagramme „an den Toren des Bewusstseins vorbei“ erreichen.

Ohne Lesevorgang, ohne Umweg durchs Bewusstsein deute auch ich unbewusst und mittlerweile durch Wiederholung konditioniert: „Steile Linie, höchste Gefahr!“

Weniger bekannt sind die Regeln für visuelle Selbstverteidigung. „Null-Linie nicht abschneiden“ gilt als ausreichendes Antiserum. Falsch. „It is more complicated than that.“ Vielmehr gilt das: Die Wirkung einer Linie hängt vom Seitenverhältnis ab. Es gibt kein objektivierbares Kriterium für das Seitenverhältnis.