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Better safe than sorry?

Ein Teil der Diskussion reklamiert Ethik und Moral für sich. Wir haben versucht, ein Bild dafür zu finden, welche Umkehrung dabei stattfindet. Eine erste Idee war uns zu emotional. Wir hatten überlegt, ein Bild der Heuschreckenschwärme zu zeigen, die in Ostafrika Millionen von Menschen bedrohen.

Wir müssen feststellen, dass unsere Gesellschaft weder auf den Angriff von neuen Influenzaviren noch auf den Angriff durch Daten gut vorbereitet war. Am schlechtesten halten wir dem Angriff des Bildes stand. Die Gabelstapler in New York, ohne Hintergrund, ohne Kontext, sind bisher vielleicht das wirksamste Bild der Krise. Wie kann man sich vor Augen führen, welche Gefahren insgesamt abzuwägen sind? Vielleicht so:

Der Lockdown ist auch eine Auszeit für die ganze Gesellschaft. Die Politik kann nur mit ihr. In unserem eigenen Kundenkreis ist binnen zehn Tagen ein Blick darauf möglich, was Kernschmelze bedeuten kann. Mittelständische Unternehmer wie ich tragen Verantwortung für ihre Mitarbeiter und deren Familien. Entscheidungen können nicht erst im Mai fallen, sie fallen in den nächsten Tagen. Auch ich prognostiziere und fürchte mich, aber glaube nicht an Rettungsschirme so groß wie die Welt. Die Coronakrise ist eine Datenkrise. Wenn wir einäugig bleiben, wird eine Systemkrise daraus. Ostern triumphiert über die Angst und Ethik sucht Lösungen für alle.