The Wall (Teil I)

Eigentlich wollten wir es noch ein wenig für uns behalten. Aber be­vor jemand anders es uns abschaut und sagt, er war’s, rücken wir jetzt raus damit. So arbeitet man zukünftig im Controlling (und auch sonst): mit Panoramablick statt durchs Schlüsselloch.

Wenn wir uns zum Arbeiten zusammensetzen, dann sieht das so aus: In unserem Konferenzraum haben wir eine weiße Projektionswand. Sie misst 1,80 Meter in der Höhe und 3 Meter in der Breite. So oder ähnlich gibt es sie in jedem Unternehmen. Auf diese Fläche projizieren wir per Beamer Word, PowerPoint, Excel oder unseren DeltaMaster. Wir haben vor Augen, worüber wir reden.

DeltaMaster Gate
Diese Monitorwand liefert auf derselben Fläche, die ein Beamerbild üblicher­weise einnimmt, das 24-Fache an Auflösung. Quelle: DeltaMaster Gate.

Unsere Projektionswand liefert also 1024 x 768 Pixel auf gut 5 Quadratmetern Wandfläche. Nicht nur bei uns wird mit dieser Auflösung gearbeitet, gezeigt, gesehen, gedacht, geurteilt. Tischvorlagen würden diese Auflösung spielend er­höhen. Oft genug aber gibt man sich mit der Abfolge einiger PowerPoint-Folien zufrieden. Weil eine projizierte Bildschirmseite nicht viel ist, wird in allen Meetings der Welt entweder viel geblättert oder wenig gezeigt.

Auf die andere Seite unseres Konferenzraums haben wir eine Monitorwand gestellt. Sie besteht aus 9 Monitoren in der Größe 46 Zoll. Zusammen bilden sie ebenfalls eine Fläche von gut 5 Quadratmetern. Aber mit fast 19 Millionen Pixeln liefern sie das 24-Fache an Auflösung. Weil wir so viel Platz haben, sehen wir die Dinge gleichzeitig und nebeneinander statt nacheinander und auseinander.

Manches sehen wir so überhaupt erst vollständig. Ein Architekt, dem wir un­se­re Arbeitsweise zeigten, verstand das Prinzip sofort: Die meisten seiner Bau­vorhaben diskutiert er immer noch auf Papier – auf dem Bildschirm ist einfach nicht genug Platz. Entweder die Pläne würden zur Unkenntlichkeit verklei­nert oder der Plan-Ausschnitt zeigt zu wenig Zusammenhang.

DeltaMaster Gate
Kaum zu glauben, aber wahr: Das helle Rechteck in der Mitte sind 1024 x 768 Pixel. So viel zeigt ein Beamer normalerweise – und braucht dazu bei gleicher Lesbarkeit die Fläche, in die 9 Monitore à 46 Zoll passen. Quelle: DeltaMaster Gate.

Genauso geht es einem bei Landkarten. Schauen Sie sich unser zweites Foto an. Auf den Monitoren mit ihrer Auf­lösung von 19 Megapixeln sieht man Nürnberg komplett. Mit Beamerauflösung, das ist das helle Rechteck im Foto, bleibt man innerhalb der Altstadtmauern. HD-Beamer würden das verbessern – aber man bräuchte auch davon 9 Stück für dieselbe Auflösung.

Dank unserer Monitorwand arbeiten, zeigen, sehen, denken, urteilen wir mit dem 24-Fachen an Information wie sonst üblich. Wenn wir über unsere Web­site grübeln, passen ganze Sektionen komplett auf die Wand. Wenn wir im Vertrieb diskutieren, haben wir nicht nur einige Kunden im Blick, sondern viele. Wenn wir einen Text redigieren, sehen wir alle Abschnitte, Abbildungen und Anhänge, ohne zu blättern. Wenn wir Veranstal­tungen planen, sehen wir Orte, Gäste und Themen zusammen. Uns tut das gut. Wir klicken wenig, sehen viel und denken mehr. Zugegeben: Dass wir die Software für unsere Wand – „DeltaMaster Gate“ – selbst schreiben konnten, hat geholfen.

Man könnte es auch so sehen: Wir haben die Leistungsfähigkeit unseres Kon­ferenzraums um den Faktor 24 gesteigert. Man stelle sich vor, Autos hätten von einer Generation auf die nächste 24-mal schneller, sparsamer oder komfortabler werden können. Atemberaubend, oder? Dieses Potenzial steht Managern und Controllern jetzt zur Verfügung. Wir nutzen es bereits – und finden, dass Sie das auch tun sollten.