Bissantz Bixel

Was ist Business Intelligence?


Eine Definition von BI

Das Neue macht uns Menschen neugierig und Märkte brauchen Neugier. Auch wir etikettieren unser Angebot an Software und Dienstleistungen mit „Business Intelligence“ und heulen wenigstens in diesem Punkt mit den Wölfen. Aber, hat es dieses neue Etikett gebraucht? Natürlich nicht.

Auf Seiten von Softwareanbietern liest man, Business Intelligence sei ein „technologiegetriebener Prozess zur Analyse von Daten und zur Präsentation verwertbarer Informationen, der Führungskräften, Managern und anderen Endanwendern hilft, fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen“ – oder so ähnlich. Das ist Marketing-Blabla und kein besonders gutes. Dieselbe Definition würde das Rechnungswesen oder das Controlling für sich beanspruchen, jedoch in weniger schlechtem Deutsch. Was wären „nicht verwertbare“ Informationen? Was ist der Unterschied zwischen Führungskräften und Managern?

Schon immer versuchten Kaufleute herauszufinden, was ihr Geschäft befördert und was nicht. Die allererste Schriftsprache der Menschheit wurde just zu diesem Zweck erfunden. Die Sumerer erfanden eine Zahlschrift, um ihre Getreidespeicher buchhalterisch verwalten zu können – vor rund 5.000 Jahren. Etwas neuer ist, dass uns zur Auswertung von Daten Computer zur Verfügung stehen. Und kaum war das so, wurde auch schon davor gewarnt, es damit zu übertreiben. Peter F. Drucker, der Pionier der modernen Managementlehre, formulierte es 1966 in „The Effective Executive“ so:

„The danger is that executives will become contemptuous of information and stimulus that cannot be reduced to computer logic and computer language. Executives may become blind to everything that is perception (i.e., event) rather than fact (i.e., after the event). The tremendous amount of computer information may thus shut out access to reality.“


Business Intelligence ist nicht nur Datenanalyse

Ersetzen wir den Begriff „Business Intelligence“ durch „Analyse, Planung und Reporting“ oder in Kenntnis der Geschichte der Betriebswirtschaftslehre durch „Internes Rechnungswesen“ oder mit einem Schmiss Zeitgeist durch „Controlling“, können wir den Begriff im Folgenden als Blaupause verwenden, was schon anderswo von Praktikanten aus Wikipedia, der Lieblingsquelle für faule Schüler, zusammengeschrieben wurde. Um aber Menschen, die beim Lesen gerne selber denken, den weiteren Spaß nicht zu verderben, hauen wir dabei weiter genüsslich auf das hirnlose Marketing unserer in diesem Fall amerikanischen Branchenkollegen ein. „Business Intelligence“ ersetzen wir dabei durch „Datenanalyse“.

In der Tat umfasst Business Intelligence, pardon, die Datenanalyse, eine schwer bestimmbare Anzahl von Werkzeugen, Anwendungen und Methoden. Das gilt für fast alles, womit sich Menschen physisch und psychisch beschäftigen, also auch für die Datenanalyse. Die Daten stammen aus internen Systemen und externen Quellen, also aus allen, derer man habhaft werden kann, wenn es denn nutzt. Bevor man sie auswerten kann, muss man sie sammeln und für die Analyse vorbereiten. Die Sumerer wären nicht überrascht, dasselbe über ihren Umgang mit den Ein- und Ausgängen aus ihren Getreidespeichern zu erfahren. Da Daten heute nicht mehr auf Tontafeln geritzt, sondern in Datenbanken abgelegt werden, braucht es Abfragen – was das Business Intelligence nicht vom Zugriff eines Bibliothekars beim Ausleihen eines Buches unterscheidet. War die Abfrage erfolgreich, muss sie in von Menschen lesbare Form überführt werden. Zweifellos kommt es dabei zu einer Visualisierung dessen, was vorher in Nullen und Einsen abgelegt war. Das Ergebnis mit dem Armaturenbrett eines Autos gleichzusetzen und es Dashboard zu nennen, ist nur weiteres fast vollkommen geistloses, aber von uns gerne adaptiertes Kuriosum, fehlt es den „Führungskräften und Managern“ doch am Gaspedal für Umsatz und der Bremse für die Kosten. Wir wollen wie unsere Kollegen nicht unerwähnt lassen, dass die Analyseergebnisse regelmäßig nicht nur den Entscheidungsträgern im Unternehmen, sondern auch den operativen Mitarbeitern zugänglich gemacht werden, gemeint sind vermutlich die wenigen, die noch erarbeiten müssen, was sich technologiegetrieben aus der Business Intelligence so ergeben hat.

Business Intelligence

Was unterscheidet Business Intelligence von Datenanalyse, Rechnungswesen, Controlling, EIS, MIS, Predictive Analytics oder Big Data? Was braucht es, um diesen Unterschied Wirklichkeit werden zu lassen? Was haben Sie davon?

Strapazierter Begriff oder Fortschritt durch Strapazen?

Die sumerischen Kaufleute erfanden die erste Schriftsprache der Menschheit – um Besitzverhältnisse, Bestände und Bewegungen in ihren Kornkammern zu verwalten. Computer helfen bei Entscheidungen in den Unternehmen seit den 1960er Jahren. Vernebeln neue Begriffe den Blick oder machen sie ihn frei für die dringende Rationalisierung kostenintensiver Selbstverwaltung? Das kommt auf Sie an und was Sie mit uns daraus machen!

Dashboarding: Gaspedal für Umsätze, Bremse für Kosten?

Wir alle wünschen uns Überblick auf einen Blick. One-Pager sollen das leisten. Ein willkürliches Nebeneinander von Tabellen und Diagrammen hilft dabei nicht. Für echte Dashboards braucht es Technik, Konzept und Entschlusskraft. Weniger ist mehr und Grafiken oft ein Umweg. Unsere Dashboards können verknüpfen, detaillieren oder navigieren. Aufs Gas und Bremse treten müssen Sie aber selbst.

Spreadmarts, Data Marts, Data Warehousing, Cloud?

Egal, wie man seine Daten speichert, Führungsinformation wird nur top-down daraus. Die IT-Industrie liebt große Daten, große Server, große Projekte. In Data Warehouses haben prominente Unternehmen Milliarden versenkt – ohne jeden Nutzen fürs Management. Weil Aufmerksamkeit knapp ist und der Mensch nur wenige Zahlen sicher verarbeiten kann. Gehen Sie mit uns einen anderen, neuen Weg.

Visualisierung: Fluch oder Segen?

Business Intelligence wird vom Ergebnis her wahrgenommen. Wie schön, wie bunt, wie lehrreich wurden meine Daten? Gefällt dem Vorstand mein Bericht? Lassen Sie uns Ihnen die Tücken der Visualisierung nehmen. Weltweit blamieren sich Vorstände mit falsch skalierten Diagrammen, können die Entwicklung von Umsatz und Gewinn nicht korrekt darstellen. DeltaMaster kann es und hilft Ihnen dabei.

Methode, Werkzeug oder Haltung?

Man spricht von Business-Intelligence-Systemen, BI-Tools, analytischen Informationssystemen oder Business Performance Management. Kann man strategische Wettbewerbsvorteile aus dem Computer generieren? Verraten einem die Daten, welches Start-up demnächst mit einer Innovation überrascht? Kann man Spitzenleistung managen, also verwalten? Business Intelligence kann und soll nur eins: Den Weg zu Ihren Daten abkürzen und Ihnen mehr Zeit für intelligente Entscheidungen geben.

Extraction, Transformation, Loading (ETL) oder doch Selfservice-BI?

Auf Milliarden von Datensätzen aus dreißig verschiedenen Datenquellen so einfach zugreifen wie auf 500 Zeilen in Excel – das versprechen nur Weihnachtsmann und Osterhase zusammen. Aber die Tausenden von Zeilen Code automatisch generieren lassen, die in jedem Business-Intelligence-Projekt wieder gebraucht werden oder mit fix-und-fertigen Verbindungspaketen den Weg in Ihr ERP-System ebnen und dramatisch beschleunigen, das versprechen wir.

Mobile BI: Sind wir auf der Flucht oder nur in Eile?

BI auf dem Smartphone ist kein Reisebegleiter sondern der Beginn der überfälligen Post-PC-Ära. Was nicht auf den hochauflösenden Bildschirm eines Smartphones passt, hat in der Alltagshektik keine Chance, analysiert oder verstanden zu werden. Wir haben dafür ein Bedienkonzept und die notwendige KPI-Logik entwickelt, patentiert und etabliert. Damit aus dem Selfservice BI des Controllings auch das Selfservice des Managements wird. Mit dem Daumen.

Planung, Analyse, Reporting: Wille oder Weg?

Wir beraten unsere Kunden und uns selbst dahingehend, die Wirklichkeit nicht zu prognostizieren, sondern selbst zu gestalten und dies über Planung, Analyse und Reporting, also Business Intelligence, in einem kontinuierlichen Prozess zu betreiben. Es gäbe kein iPhone und keinen Cayenne, wenn Steve Jobs und Porsche nicht den Mut gehabt hätten, über ihre Daten hinauszusehen und Trends zu setzen statt auf sie zu warten. Unternehmen existieren nicht ohne Willenskraft, Entschlossenheit, Ehrgeiz und Mut ihres Managements.