Suchen...
Generic filters
Exact matches only
Search in title
Search in excerpt
Search in content

Mobil: Operation Durchblick

Mit der DeltaApp irren Sie nicht mehr ziellos auf riesigen Zahlentapeten umher, sondern navigieren auf Ihrem Smartphone entspannt und geführt durch Ihre Daten. In unserem ausgewählten Beispiel analysieren wir die stationären Krankenhausaufenthalte in Deutschland.

Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes hat sich die Aufgabe gestellt, Daten und eine passende Infrastruktur bereitzustellen, „die Politik, Wissenschaft, Forschung und die interessierte Öffentlichkeit als valide Informationsgrundlage für eine themenbezogene Diskussion nutzen können.“

Unter dem Suchbegriff „Operationen und Prozeduren in Krankenhäusern“ ist eine gestaltbare Tabelle aufrufbar, die Zahlen zu den Operationen und Prozeduren der stationären Krankenhausaufenthalte in Deutschland liefert. Auswählbar sind verschiedene Detailtiefen der Operationen und Prozeduren, sowie die Bundesländer, Jahre, Geschlecht und Altersstufen.

Die Zuordnung zu den Bundesländern bezieht sich auf den Behandlungsort, nicht auf den Wohnort des Patienten.

Wir stellen den Vergleich der Jahreszahlen von 2018 mit 2017 in den Fokus unserer Untersuchungen, Werte von 2019 liegen noch nicht vor.

Microsoft Excel SQL Selfservice in DeltaMaster

Microsoft Excel SQL Selfservice in DeltaMaster

Die Daten können auch im CSV-Format exportiert werden, das uns nach der problemlosen Umwandlung in das XLSX-Excel-Format den Einstieg in DeltaMaster erleichtert.

Aus technischen Gründen – es gibt Begrenzungen der Zellen-, Spalten- und Zeilenanzahlen auf der Webseite der Gesundheitsberichterstattung des Bundes! – können auf der interaktiven Tabelle allerdings nicht alle Variablen gleichzeitig in der höchsten Detailstufe angezeigt werden. Das verwendete CSV-Format kann jeweils nur ein Tabellenblatt exportieren, und jede mögliche Kombination der nicht direkt dargestellten Variablen müsste jeweils per Hand eingestellt und anschließend die zugehörige Ergebnistabelle einzeln exportiert werden.

Die erhaltenen Tabellen (wir reden hier in der feinsten Aufteilung der Operationen und Prozeduren von mehreren Hundert: Jede Kombination der 16 Bundesländer mit einer der 22 Altersklassen ergibt ein Tabellenblatt!) müssten dann auch später wieder zusammengefügt werden.

Wir beschränken uns daher auf die zweitfeinste Detailstufe der Operationen und Prozeduren und lassen die sicherlich auch interessanten Altersstufen vorerst weg.

Bei der Gestaltung der interaktiven Tabelle haben wir die Operationen und Prozeduren auf die Zeilenachse gelegt und Jahr, Geschlecht und die Bundesländer auf die Spaltenachse. Mit der exportierten CSV-Datei, die durch einfaches Neuabspeichern ohne weitere Bearbeitung in XLSX umgewandelt wurde, können wir sofort beginnen. Per Anbindung über den Datenquellentyp Microsoft Excel SQL Selfservice müssen wir im obigen Bild nur die relevanten Zellen markieren (klicken Sie bitte für eine vergrößerte Darstellung auf die Grafik!):

Der schwarze Punkt steht für die linke obere Ecke des Bereichs, in dem die relevanten Daten inklusive Namen liegen. Die Kommentare oberhalb dieser Zeile werden ignoriert.

Der graue Punkt kennzeichnet das erste Element der Zeilenachse und der orange Punkt markiert den Beginn des Spaltenaufrisses. DeltaMaster kann diesen Aufbau ohne weitere Hilfen verstehen und ein Modell kann erstellt werden.

Zusätzlich fügen wir in einem zweiten Tabellenblatt in der Excel-Datei eine höhere Ebene „Untersuchungskategorie“ der Operationen und Prozeduren ein und die hinteren Spalten zeigen alternative Bezeichnungen für die feingranulare Ebene, die sich in der DeltaApp für den Laien als besser lesbar erweisen werden (Fachleute, die sich in den Zahlenkürzeln auskennen, dürfen auch weiterhin die Originalbezeichnungen der ersten Spalte verwenden):

Hilfsdimensionstabelle

Hilfsdimensionstabelle

In der folgenden Grafischen Tabelle haben wir einen ähnlichen Aufbau dargestellt, wie er auf der Webseite der Gesundheitsberichterstattung des Bundes zu sehen wäre:

Zahlentapete

Hier ist nur die obere Hälfte der Operationen und Prozeduren zu sehen und 15 Bundesländer befinden sich außerhalb dieses Ausschnitts, und selbst ein großer Monitor reichte nicht aus, um alle Werte ohne zu scrollen anzuzeigen – und dabei sind die uns interessierenden Größen wie absolute und relative Abweichungen zum Vorjahr noch nicht einmal dargestellt.

Hier ist die Anwendung der DeltaApp geradezu ein Muss!

Wir legen einen Mobilen Bericht an, wobei wir die Fälle mit Geschlecht „unbekannt“ für diese Analyse ausfiltern.

Mobiler Bericht

Die Reihenfolge der Dimensionsebenen bestimmt die Standardnavigationsreihenfolge in der DeltaApp. Wir konzentrieren uns auf die absoluten und relativen Abweichungen zum Vorjahr, das wir für etwaiges Nachschlagen der Zahlenwerte mitführen.

Der Bericht wird im DeltaApp-Format (DB) exportiert und per iPhone eingeladen. Im Startbildschirm liegt die Betonung auf der relativen Veränderung zum Vorjahr:

Startansicht

Startansicht

Wir schauen aber zunächst auf die Ist-Werte, um ein Gefühl für die Zahlen zu bekommen:

Ist-Zahlen nach Kategorien

Ist-Zahlen nach Kategorien

Die Hauptkategorien sind relativ dicht zusammen, mit etwas Abstand folgen die ergänzenden Maßnahmen, die aber ihrerseits den größten relativen Anstieg aufweisen.

Aber schauen wir zunächst auf die Operationen. Per „Long Touch“ befördern wir die Operationen in den Filter und untersuchen nun die relativen Abweichungen zum Vorjahr etwas genauer:

Relative Veränderungen bei den Operationen

Relative Veränderungen bei den Operationen

Operationen an den Augen haben relativ am stärksten zugenommen, auffällig ist auch die Abnahme bei den Operationen an den endokrinen Drüsen.

Aber werfen wir erst einmal einen Blick auf die Operationen am Verdauungstrakt, die auch relativ stark zugenommen haben und von der absoluten Anzahl her nicht zu vernachlässigen sind. Aus Interesse klicken wir parallel auch „Lunge und Bronchus“ an:

Relative Änderungen der Geschlechter bei ausgewählten Operationen

Relative Änderungen der Geschlechter bei ausgewählten Operationen

Interessanterweise haben die Operationen am Verdauungstrakt bei Männern stärker zugenommen, bei Lunge und Bronchus liegen die Frauen vorne. Mit einem Swipe zur Seite können wir Geschlechter durch die Bundesländer ersetzen:

Relative Änderungen der Bundesländer für Operationen am Verdauungstrakt

Relative Änderungen der Bundesländer für Operationen am Verdauungstrakt

Die relativen Entwicklungen in den Bundesländern sind doch recht unterschiedlich – hängt es womöglich von der Einstellung der operierenden Ärzteschaft ab? Oder liegt es an neu eingerichteten oder ausgebauten Abteilungen, die auch ausgelastet werden müssen? Für eine überzeugende Begründung bedürfte es hier aber einer genaueren Untersuchung.

Wie gesagt erlaubt es die Webseite der Gesundheitsberichterstattung des Bundes aus technischen Gründen nicht, auf einfache Weise gleichzeitig alle Variablen in der feinsten Detailstufe darzustellen, bzw. zu exportieren.

Wir erzeugen deshalb lieber exemplarisch einen zweiten Datensatz, der neben den Augenoperationen auch Operationen an Lunge und Bronchus und Operationen an endokrinen Drüsen enthält – diese aber in einer detaillierteren Darstellung! -, und der auch die Altersklassen berücksichtigt. Dafür müssen wir hier aber auf die Bundesländer verzichten.

Wir starten mit der Darstellung der drei ausgewählten Operationskategorien – die angezeigten Zahlen und Abweichungen lassen sich bereits in einem oben gezeigten Screenshot finden:

Ausgewählte Operationen

Ausgewählte Operationen

Wieso haben die Operationen an endokrinen Drüsen so stark abgenommen? Wir stellen auf absolute Abweichungen um und Taps auf die + 5 Tsd. bzw. -12 Tsd. führen uns zur folgenden Darstellung:

Die Thyreoidektomie ist schuld!

Die Thyreoidektomie ist schuld!

Auf den ersten drei Plätzen in den negativen Veränderungen liegen Thyreoidektomie (Entfernung der Schilddrüse), „Andere Operationen an Schilddrüse und Nebenschilddrüse“ (der vollständige Name lässt sich übrigens durch einen Tap auf das Textfeld anzeigen) und „Andere partielle Schilddrüsenresektion“. Vielleicht ändert sich aktuell gerade die Lehrmeinung, dass diese Operationen doch nicht den Goldstandard darstellen?

Schauen wir nun einmal auf die relativen Änderungen bei den Augenoperationen.

Zunächst bringen wir durch einen „Long Touch“ die Augenoperationen in den Filter und manövrieren dann in der aufgeklappten Tabelle per Swipe zu den Altersklassen:

Altersklassen bei Augenoperationen!

Altersklassen bei Augenoperationen!

Die zweithäufigste Altersklasse „80 bis unter 85 Jahre“ hat den höchsten relativen Zuwachs erzielt, während die häufigste „75 bis unter 80 Jahre“ einen leichten Rückgang aufzuweisen hat.

Wir untersuchen die Altersklasse „80 bis unter 85 Jahre“, die wir per „Long Touch“ in den Filter setzen, etwas genauer:
Zwei Operationen mit gleichzeitig hohen prozentualen und absoluten Zuwächsen fallen hier auf: „5-147 Revision und Entfernung einer alloplastischen Linse“ mit + 38.5 % und „5-097 Blepharoplastik“ mit + 30.2 %.

Ersteres handelt von einem notwendigen Austausch einer künstlichen Augenlinse, Letzteres beschreibt einen kosmetischen, nichtsdestotrotz aber möglicherweise indizierten Eingriff zur Augenlidstraffung.

Eine verfeinerte Analyse nach Geschlecht ergibt dann für die zwei Fälle das folgende Bild:

Prozentuale Entwicklung nach Geschlecht

Prozentuale Entwicklung nach Geschlecht

Bei der Blepharoplastik haben die Damen etwas stärker zugelegt!

Wir befinden uns hier nur innerhalb der Altersklasse „80 bis unter 85 Jahre“. Wie sieht es bei dem Eingriff „Blepharoplastik“ über alle Altersklassen aus?

Wir befördern die Blepharoplastik in den Filter und analysieren die absoluten Anzahlen nach Altersklassen:

Darstellung nach Altersklassen

Darstellung Blepharoplastik nach Altersklassen

Grundsätzlich handelt es sich um einen Eingriff in der zweiten Lebenshälfte. Wieso aber die Altersklasse „70 bis unter 75 Jahre“ einen Rückgang zeigt, lässt sich an dieser Stelle nicht sofort klären.

Schauen wir nun auf den letzten offenen Punkt von oben: Wieso haben die Damen bei Lunge und Bronchus zugelegt?

Warum Lunge und Bronchus bei Frauen?

Warum Lunge und Bronchus bei Frauen?

Zwei Vorgänge fallen ins Auge: Pleurektomie (die Entfernung des Brustfells) und Adhäsiolyse an Lunge und Brustwand (Beseitigung von Verwachsungen). Ein Tap würde genügen, um zu erkennen, dass hauptsächlich die Altersklassen von 60 bis 85 Jahre betroffen sind.

Es ist ein Leichtes, mit der DeltaApp Auffälligkeiten zu finden und weiterzuverfolgen – auch dank der intuitiven Bedienung mittels Wischgesten und Taps und der nahezu frei wählbaren Navigationsreihenfolge! Bei der Orientierung helfen die bewährten Bissantz’Numbers mit ihrer typografischen Skalierung.

Quelle:
Operationen und Prozeduren der vollstationären Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern (Wohnort/Behandlungsort). Gliederungsmerkmale: Jahre, Region, Alter, Geschlecht.
Datenquelle/Ansprechpartner: Entgeltsysteme im Krankenhaus, DRG-Statistik und PEPP-Statistik, Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn
In www.gbe-bund.de (Stichwortsuche: Operationen und Prozeduren in Krankenhäusern → Dokumentart gestaltbare Tabellen). Abrufdatum: zuletzt am 29.01.2020