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Was ist Excel und wie kann man Excel für das Controlling einsetzen?

Excel (Microsoft Excel) ist eine Tabellenkalkulationssoftware aus dem Microsoft-Office-Paket, die Zahlen, Formeln und Datenstrukturen in einem Raster aus Zeilen und Spalten verwaltet. Excel ist in nahezu jeder Unternehmensumgebung standardmäßig verfügbar und überzeugt unter anderem durch hohe Flexibilität – stößt jedoch bei wachsender Komplexität, Mehrbenutzer-Szenarien und Revisionssicherheit an strukturelle Grenzen.

 

Merkmal

Beschreibung

Kategorie Tabellenkalkulationssoftware
Einsatz Erfassung, Berechnung und Darstellung von Zahlen und Daten
Typische Einsatzbereiche im Controlling eingesetzt für Budgetierung und Jahresplanung, Forecasting, Szenarioplanung, Ad-hoc-Analysen, Plan-Ist-Vergleiche, Managementreporting, Dashboards
Verwandte Begriffe Controlling, Unternehmensplanung, Datenanalyse, Reporting, Forecasting, Business Intelligence
Nutzen Schnelle Transparenz über Zahlen – mit einem Werkzeug, das von vielen Nutzern ohne Schulung verstanden wird

Excel Definition

Microsoft Excel ist das meistgenutzte Tabellenkalkulationsprogramm der Welt. Es erlaubt Nutzern, Daten in einem zweidimensionalen Raster zu erfassen, mit Formeln zu verknüpfen, grafisch darzustellen und in Dateiform zu speichern. Excel ist Bestandteil von Microsoft 365 und damit in nahezu allen Unternehmensumgebungen standardmäßig verfügbar.

Die Kernfunktionen umfassen:

  • Zellenbasierte Berechnung mit Formeln und Funktionen (z. B. SUMME, SVERWEIS, INDEX/VERGLEICH)
  • Pivot-Tabellen zur flexiblen Datenaggregation und -analyse
  • Diagramme und Visualisierungen für die Aufbereitung von Zahlenreihen

In der Unternehmenspraxis hat Excel eine Doppelrolle: Es ist gleichzeitig Datenbehälter, Berechnungsmaschine, Berichtsformat und Kommunikationsmedium – eine Vielseitigkeit, die seinen Erfolg erklärt, aber auch seine Grenzen definiert.

Was sind typische Einsatzfelder von Excel für das Controlling?

Excel in der Unternehmensplanung

  • Budgetierung und Jahresplanung: Controller erstellen Planungsvorlagen, die an Fachbereiche verteilt, befüllt und konsolidiert werden. Schnell aufzusetzen, ohne Zusatzlizenz – aber sobald mehrere Versionen kursieren, entsteht Versionschaos.

  • Forecasting und rollierende Planung: Ist-Daten werden manuell oder per ERP-Import aktualisiert, Szenarien durch einfaches Überschreiben von Zellen getestet. Nachteil: Wer hat was wann geändert? Ohne zusätzliche Disziplin nicht rekonstruierbar.

  • Szenarioplanung: Mit Datentabellen oder dem Szenario-Manager lassen sich Umsatzannahmen variieren und Auswirkungen auf EBIT oder Cashflow direkt ablesen. Wertvoll – solange das Modell überschaubar bleibt.

  • Konsolidierung: Tochtergesellschaften liefern Planungsdaten in standardisierten Excel-Mappen, die zentral zusammengeführt werden. Fehleranfällig, zeitintensiv und kaum skalierbar.

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Excel in der Analyse

  • Ad-hoc-Analysen: Rohdaten aus ERP oder Data Warehouse exportieren, per Pivot-Tabelle aggregieren, erste Erkenntnisse in Minuten gewinnen. Diese Stärke bleibt unbestritten – auch dort, wo BI-Systeme im Einsatz sind.

  • Szenario- und Sensitivitätsanalysen: Parameterfelder und Szenario-Manager ermöglichen schnelle Was-wäre-wenn-Betrachtungen. Funktioniert gut bei überschaubaren, sauber dokumentierten Modellen.

  • Datenmodellierung mit Power Query und Power Pivot: Daten aus verschiedenen Quellen importieren, bereinigen und in relationalen Modellen verknüpfen. Erheblicher Zugewinn für Controller ohne vollwertige BI-Infrastruktur – stößt bei großen Datenmengen jedoch an Leistungsgrenzen.

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Excel im Reporting

  • Standardberichte und Managementreporting: Berichtsvorlagen werden monatlich mit aktuellen Daten befüllt und als PDF oder Excel weitergegeben. Die nahezu unbegrenzte Gestaltungsfreiheit ist dabei zweischneidig: In der Praxis führt sie häufig zu inkonsistenten, überladenen Berichten.

  • Abweichungsanalysen: Plan-Ist-Vergleiche und Abweichungsanalysen lassen sich mit einfachen Formeln und bedingter Formatierung schnell umsetzen. Bei mehrdimensionalen Analysen über mehrere Perioden, Regionen und Produktgruppen hinweg wird Excel jedoch schnell unhandlich.

  • Visualisierung und Dashboards: Excel bietet eine breite Palette an Diagrammtypen und erlaubt den Aufbau einfacher Dashboards. Interaktivität ist jedoch begrenzt, Aktualisierungen sind manuell und die Darstellungsqualität bleibt hinter spezialisierten Visualisierungstools zurück.

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Was sind die Stärken von Excel für das Controlling?

Excel hat seinen Stellenwert nicht zufällig. Folgende Eigenschaften machen es für das Controlling attraktiv:

  • Verfügbarkeit und Verbreitung: Excel ist in nahezu jedem Unternehmen installiert. Kein Onboarding, keine Schulung für Grundfunktionen, keine Lizenzverhandlung ist nötig. Controller können sofort loslegen.

  • Maximale Flexibilität: Kein Controlling- oder BI-System ist so flexibel wie eine leere Excel-Tabelle. Sonderstrukturen, individuelle Planungslogiken, ungewöhnliche Berichtsformate – all das lässt sich abbilden, ohne auf Systemgrenzen zu stoßen.

  • Schnelle Prototypen: Neue Planungsmodelle, Kalkulationsschemata oder Reportingstrukturen lassen sich in Excel schnell entwerfen und testen, bevor sie in ein professionelles System überführt werden.

  • Breite Akzeptanz: Excel wird von Controllern, Fachbereichsleitern und Führungskräften gleichermaßen verstanden. Berichte und Modelle in Excel müssen nicht erklärt werden – das Format ist selbstverständlich.

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Was sind die Schwächen und Risiken von Excel für das Controlling?

Die Risiken des Excel-Einsatzes im Controlling sind gut dokumentiert und in der Fachliteratur sowie in Praxisstudien umfangreich beschrieben:

  • Fehlerquellen und Qualitätsrisiken: Viele Excel-Modelle enthalten Fehler. Ursachen sind falsch referenzierte Zellen, überschriebene Formeln, fehlerhafte Kopieroperationen oder inkonsistente Annahmen über mehrere Tabellenblätter hinweg. In Modellen, die Investitionsentscheidungen oder Budgetzusagen begründen, ist das ein ernsthaftes Risiko.

  • Fehlende Versionskontrolle: Wer eine Datei speichert, überschreibt den Vorgängerzustand. In regulierten Branchen oder bei Revisionspflicht ist das ein Compliance-Problem. Cloudbasierte Versionierung über SharePoint oder OneDrive mildert das Problem, löst es aber nicht vollständig.

  • Keine echte Mehrbenutzer-Fähigkeit: Paralleles Bearbeiten komplexer Planungsmodelle durch mehrere Nutzer ist in Excel nicht praktikabel. In der Praxis wird das Problem durch Aufteilen auf viele Einzeldateien gelöst – was wiederum die Konsolidierung erschwert und neue Fehlerquellen schafft.

  • Skalierungsprobleme: Excel-Modelle, die für kleine Teams konzipiert wurden, geraten bei wachsender Komplexität an ihre Grenzen. Dateien werden groß und langsam, Formeln undurchsichtig, Abhängigkeiten kaum noch nachvollziehbar.

  • Datensicherheit: Excel bietet nur rudimentären Zugriffsschutz. Zellschutz und Blattschutz sind leicht zu umgehen. Sensible Controlling-Daten wie Gehaltsplanungen, Investitionsvorhaben, M&A-Szenarien sind in Excel-Dateien strukturell schwer zu schützen.

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Was sind Best Practices von Excel für das Controlling?

Wer Excel für Analyse, Planung oder Reporting einsetzt, sollte folgende Grundprinzipien beachten:

  • Trennung von Daten, Logik und Darstellung: Eingaben, Berechnungen und Ausgaben gehören auf separate Tabellenblätter. Vermischung führt zu Unübersichtlichkeit und Fehlerrisiken.

  • Konsequente Benennung von Bereichen und Zellen: Benannte Bereiche machen Formeln lesbar und reduzieren Fehler bei Umstrukturierungen.

  • Dokumentation der Modelllogik: Annahmen, Berechnungsregeln und Datenquellen sollten im Modell selbst dokumentiert sein, nicht nur im Kopf des Erstellers.

  • Versionierung diszipliniert handhaben: Dateinamen mit Datum und Status (z. B. Budget_2025_v3_final_FINAL.xlsx) sind ein Warnsignal. Besser: Versionierung über SharePoint oder ein Dokumentenmanagementsystem.

  • Eingabevalidierung nutzen: Excels Datenvalidierungsfunktion verhindert fehlerhafte Eingaben und spart Korrekturaufwand.

  • Modellgröße begrenzen: Wer merkt, dass ein Excel-Modell mehr als ein paar Hundert Zeilen Formeln und mehrere verschachtelte Tabellenblätter umfasst, sollte prüfen, ob eine spezialisierte Lösung nicht effizienter wäre.

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Bissantz und Excel

DeltaMaster, die Business-Intelligence-Plattform von Bissantz, adressiert genau die Schwächen, die Excel in komplexen Planungs- und Analyseprozessen zeigt: mangelnde Datenkonsistenz, fehlende Revisionssicherheit und die Grenzen bei der Skalierung auf viele Nutzer und große Datenmengen.

Gleichzeitig ignoriert Bissantz die Realität nicht: Excel ist in Controlling-Abteilungen allgegenwärtig und wird es bleiben. DeltaMaster bietet daher eine nahtlose Excel-Integration – Controller können Daten in vertrauten Excel-Strukturen bearbeiten, ohne auf die Datenhaltung, Konsistenzprüfung und Versionierung der zentralen Plattform zu verzichten. Das Beste aus beiden Welten: die Flexibilität von Excel, die Robustheit eines professionellen BI-Systems.

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