Auf einen Blick
- Generative KI produziert neue Ausgaben und geht damit über klassische, rein auswertende KI hinaus.
- Grundlage sind Large Language Models (LLMs): Systeme wurden auf enormen Textkorpora trainiert und können kontextbezogen formulieren, erklären und schlussfolgern.
- Generative KI unterstützt, ersetzt aber nicht das unternehmerische Urteilsvermögen. Verantwortung für Entscheidungen verbleibt beim Menschen.
- Großer Hebel im BI und Controlling: Automatische Kommentierung von Abweichungen, Verdichtung von Planszenarien oder die Beantwortung natürlichsprachlicher Fragen an Datenbestände sind typische Anwendungsfälle.
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Generative KI – Definition
Generative KI (auch: Generative AI oder GenAI) bezeichnet eine Klasse von KI, die auf Basis großer Trainingsdatensätze eigenständig neue Inhalte erzeugen – darunter Texte, Bilder, Audio, Code oder strukturierte Daten. Im Unterschied zu klassischen KI-Verfahren, die vorhandene Daten analysieren, klassifizieren oder Vorhersagen treffen, synthetisieren generative Modelle originäre Ausgaben: Sie schreiben, formulieren, gestalten und schlussfolgern auf Basis erlernter Muster.
Technologische Grundlage sind überwiegend Large Language Models (LLMs), die auf enormen Textkorpora trainiert wurden und kontextbezogen auf Eingaben – sogenannte Prompts – reagieren.
„Mit der automatischen Kommentierung von Abweichungen in DeltaMaster prüfen und ergänzen wir Managementkommentare in Minuten statt Stunden. Das Urteil bleibt bei uns, die Formulierung übernimmt die generative KI.“Leitung Controlling
Industrieunternehmen
Wie funktioniert Generative KI?
Generative KI-Systeme basieren überwiegend auf sogenannten Transformer-Architekturen. Diese Modelle lernen während des Trainings statistische Muster in riesigen Datenmengen – bei Sprachmodellen typischerweise Milliarden von Textdokumenten. Das Ergebnis ist ein Modell, das bei einer gegebenen Eingabe (dem sogenannten Prompt) eine wahrscheinlichkeitsbasierte Fortsetzung oder Antwort berechnet.
Der entscheidende Unterschied zu regelbasierten KI-Systemen liegt darin, dass generative Modelle nicht nur klassifizieren oder vorhersagen, sondern eigenständig neue Inhalte synthetisieren. Sie können Texte zusammenfassen, umformulieren, übersetzen, Code schreiben oder auch Bilder und Grafiken erzeugen.
Für den Unternehmenseinsatz werden Basismodelle häufig durch Fine-Tuning oder Retrieval-Augmented Generation (RAG) auf spezifische Datenquellen und Fachdomänen angepasst. Dabei greift das Modell nicht nur auf sein trainiertes Wissen zurück, sondern bezieht aktuelle, unternehmensinterne Dokumente und Datenbankabfragen in seine Antworten ein.
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Generative KI vs. klassische KI: Was ist der Unterschied zwischen KI und generativer KI?
Klassische KI-Verfahren – etwa statistische Prognosemodelle, Clustering-Algorithmen oder regelbasierte Systeme – sind darauf ausgelegt, in strukturierten Daten Muster zu erkennen oder Entscheidungen anhand definierter Regeln zu treffen. Sie liefern eine als Ausgabe zum Beispiel eine Zahl, eine Kategorie oder ein Ja/Nein.
Generative KI hingegen erzeugt offene, kontextsensitive Ausgaben. Sie kann eine Abweichungsanalyse nicht nur berechnen, sondern in verständlicher Sprache kommentieren. Sie kann mehrere Szenarien nicht nur gegenüberstellen, sondern deren Implikationen formulieren. Damit schlägt generative KI eine Brücke zwischen quantitativer Analyse und menschlich lesbarer Kommunikation.
| Merkmal | Klassische KI | Generative KI |
|---|---|---|
| Ausgabetyp | Strukturiert (Zahl, Klasse) | Offen (Text, Code, Bild) |
| Trainingsbasis | Strukturierte Datensätze | Viele, heterogene Informationsquellen |
| Anpassbarkeit | Modell-Retraining erforderlich | Prompt Engineering, RAG, Fine-Tuning |
| Stärke | Präzise Vorhersage, Klassifikation | Synthese, Erklärung, Kommunikation |
| Risiko | Overfitting, Datenbias | Halluzinationen, Kontrollverlust |
| Stärke | Präzise Vorhersage, Klassifikation | Synthese, Erklärung, Kommunikation |
| Risiko | Overfitting, Datenbias | Halluzinationen, Kontrollverlust |
Was sind die Chancen und Risiken von generativer KI für Unternehmen?
Chancen
- Effizienzgewinne: Beschleunigt repetitive Arbeit wie die automatische Zusammenfassung von Meetings und Dokumenten, die Erstellung von Präsentationen oder die Codegenerierung in der Softwareentwicklung. Mitarbeiter gewinnen Zeit für andere Aufgaben.
- Geringere Zugangsbarriere zu Daten: Statt komplexer Werkzeuge oder Fachkenntnisse genügt eine Frage in natürlicher Sprache, um auf Daten, Dokumente oder Systeme zuzugreifen.
- Wissensdemokratisierung: Fachwissen, das bislang bei einzelnen Experten konzentriert war, lässt sich in Modellen kodieren und für breitere Nutzergruppen zugänglich machen.
- Kreativität und Ideengenerierung: Kann als Sparringspartner in frühen Arbeitsphasen dienen – beim Brainstorming, beim Entwurf von Texten oder Konzepten, bei der Entwicklung von Produktideen. Sie liefert schnell einen ersten Rohling, der weiterentwickelt werden kann.
Risiken
- Halluzinationen: Generative Modelle erzeugen Ausgaben, die grammatikalisch korrekt und inhaltlich plausibel wirken, aber faktisch falsch sein können.
- Datensicherheit und Compliance: Werden interne Finanzdaten in externe Cloud-Modelle übertragen, entstehen potenzielle Risiken für Betriebsgeheimnisse und personenbezogene Daten. Unternehmen müssen klären, welche Daten welchen Modellen zugänglich gemacht werden dürfen.
- Unkritische Übernahme von Ausgaben: Wenn Texte automatisch generiert werden, besteht die Gefahr, dass sie unreflektiert weitergereicht werden – mit dem Verlust der fachlichen Verantwortung, die bislang beim Nutzer lag.
Was bedeutet generative KI für das Controlling?
Generative KI verändert die Rolle des Controllers im Unternehmen strukturell. Die Arbeit verlagert sich weg von der manuellen Datenaggregation und Berichtsproduktion hin zur Interpretation, Validierung und strategischen Einordnung von KI-generierten Ergebnissen. Controller werden zunehmend zu Qualitätssicherern und Sparringspartnern des Managements. Das ist eine Entwicklung, die viele Fachleute seit Jahren fordern, die aber nun durch technologische Unterstützung zunehmend umsetzbar wird.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenkompetenz und kritisches Denken: Wer KI-Ausgaben beurteilen soll, muss verstehen, wie diese entstehen, welche Daten zugrunde liegen und wo Modelle typischerweise an Grenzen stoßen. Controlling-Expertise und KI-Kompetenz wachsen damit untrennbar zusammen.
Praxisbeispiel: Generative KI im Controlling mit DeltaMaster
Ein Controller öffnet den monatlichen Bericht in DeltaMaster. Statt die Abweichungen manuell zu kommentieren, generiert DeltaMaster automatisch einen kontextbezogenen Managementkommentar: „Der Deckungsbeitrag in Segment B liegt 11 % unter Vorjahr. Haupttreiber ist ein Preisrückgang von 7 % infolge erhöhten Wettbewerbsdrucks; der Mengeneffekt ist mit -4 % auf einen verschobenen Großauftrag zurückzuführen.“
Der Controller prüft, ergänzt und gibt frei – in Minuten statt Stunden. Das Management erhält eine prägnante, adressatengerechte Zusammenfassung, die nicht nur zeigt, was war, sondern auch, was zu tun ist. Generative KI übernimmt die Formulierung – das Urteilsvermögen bleibt beim Menschen.
Was sind Beispiele für Generative KI? – Anwendungsfälle in Unternehmen
GenAI ist längst kein Zukunftsthema mehr – Unternehmen verschiedenster Branchen setzen sie bereits produktiv ein. Die wichtigsten Anwendungsfelder im Überblick:
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Bissantz und generative KI
Bissantz beschäftigt sich seit Langem mit der Frage, wie Zahlen nicht nur korrekt berechnet, sondern auch verständlich kommuniziert werden. Generative KI ist dabei ein natürlicher nächster Schritt: Mit DeltaMaster integriert Bissantz GenAI-Funktionalitäten direkt in den analytischen Arbeitsablauf – etwa für die automatische Kommentierung von Abweichungen oder die sprachliche Aufbereitung von Berichten. So dient die Technologie der Entscheidungsunterstützung, unter anderem mithilfe folgender Funktionalitäten:
- Interpretation von Auffälligkeiten: Abweichungen zwischen Plan und Ist lassen sich durch generative Modelle automatisch kontextbezogen einordnen und interpretieren.
- Natural Language Querying: Anwender stellen Fragen in natürlicher Sprache – „Welche Kostenstellen haben im Q3 ihr Budget um mehr als 15 % überschritten?“ – und erhalten direkt eine strukturierte Antwort, ohne SQL-Kenntnisse oder Navigationsaufwand im BI-System.
- Simulation und Planungsunterstützung: Generative Modelle können Szenarien nicht nur berechnen, sondern deren Auswirkungen in Prosa beschreiben, Risiken benennen und Handlungsoptionen formulieren.
- Management Summaries: Die wichtigsten Erkenntnisse werden automatisch zu einer prägnanten, adressatengerechten Zusammenfassung verdichtet – als belastbare Grundlage für Managementgespräche und Entscheidungen.
Darüber hinaus bietet Bissantz umfassende Beratungsleistungen rund um den Einsatz generativer KI im Controlling.
Business Intelligence mit KI-Funktionen Unsere Software nutzt integrierte KI-Funktionen für Datenintegration, Analyse, Planung und Reporting. Damit wird aus Ihren Daten eine klare Entscheidungsgrundlage für das gesamte Unternehmen. Sie sehen schneller, was wirklich relevant ist und können Geschäftsentscheidungen effizienter und sicherer treffen. KI im Business Intelligence
| Funktion | Nutzen |
|---|---|
| Interpretation von Auffälligkeiten | Plan-Ist-Abweichungen werden automatisch kontextbezogen eingeordnet und interpretiert |
| Natural Language Querying | Fragen in natürlicher Sprache liefern strukturierte Antworten ohne SQL-Kenntnisse |
| Simulation und Planungsunterstützung | Szenarien werden berechnet und ihre Auswirkungen sprachlich beschrieben, inklusive Risiken und Handlungsoptionen |
| Management Summaries | wichtige Erkenntnisse werden zu adressatengerechten Zusammenfassungen verdichtet |
| Automatische Kommentierung von Abweichungen | kontextbezogene Managementkommentare direkt im analytischen Arbeitsablauf |
„Unsere Fachbereiche stellen ihre Fragen heute in natürlicher Sprache und erhalten direkt eine strukturierte Antwort, ohne SQL-Kenntnisse. Der Zugang zu unseren Daten ist dadurch deutlich einfacher geworden.“BI-Verantwortlicher
Handelsunternehmen
Häufige Fragen
Was ist Generative KI einfach erklärt?
Es ist eine Form der KI, die nicht nur auswertet, sondern erschafft. Sie liest einen Prompt – eine Eingabe oder Frage – und erzeugt daraufhin eigenständig neuen Inhalt: einen Text, ein Bild, Code oder eine Analyse. Wie ein sehr belesener Assistent, der auf Basis von allem, was er je gelesen hat, eine passende Antwort formuliert.
Was sind KI-Halluzinationen und wie geht man damit um?
Als Halluzination bezeichnet man Ausgaben, die grammatikalisch korrekt und plausibel klingen, aber faktisch falsch sind. Der Umgang damit erfordert: menschliche Prüfung der Ausgaben, Einsatz von RAG-Systemen, die Modelle auf verlässliche Datenquellen beschränken, und eine klare Governance, die regelt, welche Ausgaben ohne Prüfung weitergegeben werden dürfen.
Welche Risiken entstehen, wenn interne Unternehmensdaten in GenAI-Systeme fließen?
Werden sensible Daten an externe Cloud-Modelle übertragen, entstehen Risiken für Betriebsgeheimnisse, personenbezogene Daten und regulatorische Compliance. Unternehmen müssen klären, welche Daten welchen Modellen zugänglich gemacht werden – und ob On-Premises-Lösungen oder strikte Datenisolierung erforderlich sind.
Wie setzt Bissantz Generative KI in DeltaMaster ein?
DeltaMaster integriert generative KI direkt in den Analyse- und Berichtsprozess: Abweichungen werden automatisch kommentiert, Fragen in natürlicher Sprache beantwortet, Szenarios sprachlich aufbereitet und Management Summaries automatisch generiert. Bissantz begleitet Unternehmen zudem bei der Governance-Konzeption und der produktiven Integration generativer KI im Controlling.
Zusammenfassung
Generative KI markiert einen Paradigmenwechsel in der Art, wie Unternehmen mit Daten und Wissen umgehen: Von der reinen Analyse zur aktiven Kommunikation, von der manuellen Berichtsproduktion zur automatisierten Erkenntnisaufbereitung. Für Controlling und Business Intelligence bedeutet das: mehr Zeit für Interpretation und Entscheidung, weniger Zeit für Datenpflege und Formatierung. Mit DeltaMaster integriert Bissantz Generative KI als natürlichen Bestandteil des analytischen Workflows – transparent.
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